Kann ich einer Frau während dem Sex auf den Arsch schlagen und sie eine Schlampe nennen oder ist das ihr gegenüber respektlos?

Kann ich eine Chefin haben und mich trotzdem wie ein Mann verhalten?

Kann ich Frauen von meinen Ängsten und Gefühlen erzählen oder werden sie mich dann als Schwach wahrnehmen?

Bin ich weniger männlich, wenn ich den Haushalt schmeiße und meine Frau das Geld verdient?

In der heutigen Zeit ist es alles andere als einfach ein Mann zu sein. Wir leben in einer Gesellschaft von neuen und wechselnden Rollenverhältnissen, Gleichberechtigung, einer wachsenden Anzahl an Feminismus Debatten und dubiosen männlichen Vorbildern.

Des Weiteren sind wir ein Teil der ersten Generation von Männern die nur von Frauen erzogen wurden – ich gehöre übrigens dazu.

Das Alles macht es nicht leicht zu verstehen, was es überhaupt bedeutet, ein Mann zu sein. Ich habe mich früher oft verwirrt und auch ein wenig verloren gefühlt.

Wir sind eine Generation von Männern ohne Werte, ohne Ideale, ohne eindeutigen Platz in der Gesellschaft. Vor allem aber sind wir Männer ohne einen wirklichen Lebensweg, ohne eine Lebensaufgabe.

Das war vor 50 Jahren noch anders: Der Mann hat gearbeitet und das Geld nach Hause gebracht – dir Frau blieb mit den Kindern zuhause. Ganz früher ging der Mann auf die Jagd und erlegte Wild – die Frau bleibt in der Höhle.

Und heute? Heute haben wir Chefinnen, sollen im Haushalt mithelfen, dürfen Rosa tragen und sollen Faltencreme benützen. Männer brauchen morgens im Bad plötzlich länger als Frauen und geben ein Vermögen für Beauty Produkte aus – weil du es dir wert bist.

Frauen sollen wir als Frauen respektieren, wir müssen alle ihre Probleme verstehen – am besten wir ersetzen ihre beste Freundin. Wir sollen geduldig und sensibel sein, feinfühlig und einfühlsam. Wir sollen unsere Gefühle zeigen, uns öffnen – jedoch nicht übertreiben mein lieber, schließlich musst du ja männlich bleiben.

Wer soll da denn nicht verwirrt sein?

Wir haben die Verbindung zu unserem männlichen Kern verloren

Viele von uns fragen sich zu Recht, was es denn überhaupt noch bedeutet, ein Mann zu sein. Wie sollten wir uns als Mann den benehmen, wie sollen wir uns verhalten? Und vor allem, wie sollen wir Frauen behandeln?

Das Problem ist, wir haben die Verbindung zu unserem männlichen Kern verloren. Wir wissen nicht mehr was männliches Verhalten bedeutet, vor allem im Umgang mit Frauen.

Wir sind verwirrt. Wir haben unsere männliche Identität und Essenz verloren und sind in der modernen Ära der Gleichberechtigung, der Feminismus Debatten und den wechselnden Rollenverhältnissen untergegangen.

Wir müssen aufs Neue entdecken, was es heißt, ein Mann zu sein. Wir müssen zu unserem männlichen Kern finden und gleichzeitig den Anforderungen einer modernen Gesellschaft gerecht werden. Eine Gratwanderung, die nur den wenigsten gelingt.

Männer – zwei extreme

Mir fällt immer wieder auf das es oft zwei extreme gibt, wenn es um das Thema Mann und Männlichkeit geht.

Zum einem gibt es die „echtem„ Männer: Ein echter Mann trinkt viel, raucht, zeigt keine Gefühle, rasiert sich mit dem Küchenmesser und Frauen gehören in die Küche.

Das sind die Männer die von Frauen oft als Machos, als Frauenfeindlich und als rücksichtlos abgestempelt werden – es sind die Arschloch Typen. James Bond lässt grüßen.

Frauen hassen sie zwar und denken, dass sie einen sensiblen und respektvollen Mann wollen der sie versteht, fühlen sich jedoch häufig von Arschlöchern angezogen. Arschlöcher haben meistens Eigenschaften, die Frauen nun mal natürlich anziehend finden, auch wenn ihre Logik dagegen spricht.

Arschloch Typen sind eben oft dominant, selbstüberzeugt, haben eine starke Meinung und wissen was sie wollen – und dies wirkt nun mal natürlich anziehend auf die meisten Frauen, ob sie es wollen oder nicht.

Auf der anderen Seite gibt es den modernen Mann, den Softy. Er hat sich der neuen, weiblicheren Gesellschaft angepasst – er ist sensibel, rücksichtsvoll, steht zu seinen Gefühlen und ist sehr respektvoll im Umgang mit Frauen.

Jedoch weiß dieser oft nicht was er will, wie er handeln soll und ist mehr als nur verunsichert in vielem was er tut – und wie er mit Frauen umzugehen hat, weiß er schon gar nicht. Mehr so der Hugh Grant Typ eben.

Das sind oft die Männer die sich Frauen logisch wünschen – jedoch nicht mit denen sie schlafen. Sie wollen zwar einen Mann der sie versteht und sie rücksichtsvoll behandelt, der liebevoll ist und ein guter Vater wäre, jedoch fühlt sie sich sexuell eben eher vom Arschloch angezogen.

Von dem modernen Mann fühlt sie sich instinktiv nicht angezogen, auch wenn er rational die bessere Wahl wäre. Ihm fehlen nun mal einige der männlichen Eigenschaften, die die meisten Arschlöcher nun mal besitzen.

Kulturelle Unterschiede

Die zwei gerade beschrieben Männer sind Stereotypen – zwei extreme. Beide kennt ihr bestimmt, beide sind euch schon mal begegnet, vielleicht seid ihr sogar einer von den beiden. Wahrscheinlich ist euch schon aufgefallen, dass diese Stereotypen oft andere kulturelle Hintergründe haben.

Da ich über die Hälfte meines Lebens außerhalb Deutschlands gelebt habe, ist mir aufgefallen, dass in Abhängigkeit von der Kultur und dem Land, Männer eher zu dem Verhalten des Macho oder des Softies tendieren.

Die deutschen Männer, wie auch Skandinavier oder Briten, sind da eher der Softie Typ. Sie sind respektvoll, gefühlvoll und sensibel – jedoch vor allem im Umgang mit Frauen oft schüchtern, sehr passiv und wissen nicht wirklich wie sie handeln sollen.

Männer aus Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Italien, Süd-Amerika oder auch Länder aus Osteuropa, tendieren eher zum Macho-Typ. Sie sind oft relativ rücksichtlos und respektlos im Umgang mit Frauen, dafür aber selbstüberzeugt und dominant.

Dies liegt an der generellen Wahrnehmung von Männlichkeit und männlichem Verhalten in dem jeweiligen Land. Was in Deutschland als totales Machoverhalten abgestempelt wird, ist in Italien wiederum ganz normal. Klar dass sich die Männer im jeweiligen Land anders verhalten.

Ein Verhalten das in Europa eher als sexuelle Offenheit, oder eventuell sogar schon als belästigend bezeichnet werden würde, ist zum Beispiel in Brasilien Standard – das ist das normale Verhalten eines Mannes. Die Männer verhalten sich nun mal so und die Frauen respektieren und akzeptieren dies.

Trotz dieser vielen und oft auch großen kulturellen Unterschiede bezogen auf die männliche Wahrnehmung, gibt es jedoch männliche Eigenschaften, die universell sind. Eigenschaften die kulturunabhängig sind – natürlich männliche Eigenschaften.

Dies sind Eigenschaften die einen Mann nun mal charakterisieren, egal woher er kommt und wo er sich gerade befindet.

Was es heißt, ein Mann zu sein

Ich möchte dir jetzt erklären, was es für mich heißt, ein Mann zu sein – unabhängig von Land und Kultur, Beziehungsstatus, Alter und deinen Zielen. Dies werde ich dir anhand von 10 Eigenschaften erklären, da diese für mich einen wahren Mann ausmachen.

Ich will dir hier also einen Leitfaden geben, woran du alle deine Handlungen und Glaubenssätze messen kannst, und, womit du dein aktuelles Verhalten selbst beurteilen kannst.

Zu einigen von den 10 hier genannten Eigenschaften habe ich einzelne Artikel verfasst, die weiter ins Detail gehen. Ich habe auf diese Artikel jeweils verlinkt.

Sehe diese Liste als eine Übersicht darüber, was es wirklich bedeutet, ein Mann zu sein, und was männliches Verhalten ausmacht.

Ein Mann zu sein bedeutet:

1. Einen Lebensweg zu haben

Einer der bedeutendsten Dinge für einen Mann ist es, einen Lebensweg zu haben. Leider haben dies viele von uns nicht. Doch was ist ein Lebensweg eigentlich?

Was ich damit meine, ist das jeder Mann eine Lebensaufgabe braucht, etwas das ihn zu tiefst erfüllt. Damit ein Mann glücklich Leben kann, braucht er eine Aufgabe, auf die er stolz ist, etwas, wofür er steht. Dies ist in den meisten Fällen sein Beruf. Doch für die meisten ist Arbeit nur ein Mittel zum Zweck.

Arbeiten ist eine notwendige Aktivität, die wir tun müssen, um zu überleben. Jedoch sollte arbeiten etwas ganz anderes für uns bedeuten. Betrachte Arbeit, als eine Möglichkeit dich Selbst zu verwirklichen, etwas für die Nachwelt zu kreieren. Betrachte Arbeiten, als eine Möglichkeit der Welt dein Geschenk zu hinterlassen.

Das ultimative Ziel eines Mannes sollte es sein, etwas für die Nachwelt zu kreieren, der Welt etwas von ihm zu schenken.

Nicht umsonst wird behauptet dass nichts so erfüllend ist wie zu geben, andere glücklich zu machen. Das größte Gefühl von Freude und Glück können wir nur spüren, wenn wir etwas geben. Das sollte dein Lebensweg sein – etwas für die Nachwelt zu kreieren. Etwas das dich und dein Leben wiederspiegelt.

Dies kann bedeuten denn schnellsten Sportwagen der Welt zu bauen, den schönsten aller Romane zu schreiben, das beste Computerspiel das je existiert hat zu programmieren oder das beste Gericht zu kochen, das je gekocht wurde.

Dein Lebensweg sollte etwas darstellen, worauf du stolz bist, etwas dass du kreiert hast. Ein Ausdruck deines Selbst.

Dein Lebensweg sollte den Grund sein, warum du jeden Morgen aufstehen willst, es sollte der Antrieb für dein Leben sein.

Dieser Lebensweg sollte immer die höchste Priorität in deinem Leben haben. Ja, die Höchste. Noch vor einer Frau, Kindern oder sonstiges. Die engste Beziehung, die ein Mann führt, sollte die zu seinem Lebensweg sein. Deine große Aufgabe als Mann ist es, dies mit einer Frau (und Familie) zu vereinen.

Jedoch verwechsel diese beiden nie. Du wirst die wahre Erfüllung nicht in einer Frau finden. Du kannst jedoch sehr wohl Erfüllung mit einer Frau an deiner Seite finden. Das eine schließt das andere nicht aus.

2. Ziele zu verfolgen

Der Lebensweg eines Mannes stellt das ultimative Ziel dar. Jedoch sollte ein Mann noch andere Ziele haben. Ziele sind wichtig, um unserem Leben eine Richtung zu geben. Wie sollen wir denn Kontrolle über unser Leben haben wenn wir gar nicht wissen, wo es denn lang gehen soll?

Ziele geben uns eine Richtung vor, einen Grund morgens aufzustehen, einen Grund uns für etwas einzusetzen, für etwas zu kämpfen.

Ohne Ziele dümpeln wir durch unser Leben. Klar können wir Mal von unserem Weg abweichen, mal einen Schlenker machen, mal etwas Neues ausprobieren. Jedoch sollten wir unsere Ziele nie aus den Augen verlieren.

Ein Mann ohne Ziele ist ein verlorener Mann – ein Mann ohne Ziele hat aufgegeben.

Ziele zu haben ist die beste Form von Motivation. Ein Ziel zu haben lässt uns Angst, Schmerz, Faulheit und Passivität überwinden.

Ziele geben uns Rückenwind, sie treiben uns an das Beste aus uns herauszuholen, auch wenn die Zeiten mal hart sind.

Ziele geben uns Energie, machen uns hellwach, schärfen unsere Sinne.

Setzte dir Ziele. In verschieden Lebensbereichen. Setze dir klare, eindeutige Ziele und arbeite an ihnen – am besten jeden einzelnen Tag. Keine Sorge, deine Ziele werden dir keine Energie rauben, das Gegenteil – sie treiben dich an.

Ich kenne keinen Mann, der große Ziele hat und gleichzeitig antriebslos ist, dem die Energie fehlt, der kein funkeln in den Augen hat.

Setzte dir jedoch die richtigen Ziele. Was ist dir wirklich wichtig? Höre auf dich, lausche deiner Inneren Stimme. Ist dein Ziel viel Geld zu verdienen um irgendwann Freiheit zu haben und um die Welt zu reisen?

Dann ist dein Ziel nicht viel Geld. Dein Ziel ist finanzielle Freiheit, um so die Welt erkunden zu können. Viel Geld zu verdienen ist ein möglicher Weg dorthin, jedoch nicht der einzige.

Verwechsel Wege nicht mit Ziele, sonst wirst du dein Leben lang einen Weg verfolgen, ohne zu merken, dass er dich gar nicht an dein Ziel bringt.

Auf der anderen Seite mache dein Weg zum Ziel. Den Weg zu gehen, der dich zu deinem Ziel bringt, sollte dich schon glücklich machen. Das Ziel ist nur ein weiteres Ereignis auf deinen Weg, das letzte. Das Ziel ist jedoch nicht das einzige Ereignis. Freue dich darüber dass du auf dem Weg zu deinem Ziel bist. Jeden Tag.

3. Verantwortlich und Pro-Aktiv zu sein

Ein Mann zu sein bedeutet Verantwortung zu übernehmen – Verantwortung für unser Leben. Akzeptiere, dass du für alles was in deinem Leben passiert, verantwortlich bist, und dass du lernen musst, damit umzugehen.

Egal wo du gerade im Leben stehst – du bist dafür verantwortlich. Du alleine bist dorthin gelangt, du trägst die Verantwortung dafür.

Höre auf, dich als Opfer zu betrachten – du bist keins. Wenn du etwas erreichen willst, tue etwas dafür. Sei Pro-Aktiv. Arbeite an deinen Zielen und höre auf, auf etwas zu warten. Glück im Leben entsteht durch Arbeit.

Ich liebe das Zitat von Thomas Edison:

„Ich glaube an Glück und ich habe das Gefühl, dass umso härter ich dafür arbeite, umso mehr ich davon habe.“

Wenn du Pro-aktiv bist und Verantwortung übernimmst kannst du etwas verändern und erreichen. Wenn du dich als Opfer siehst und die Verantwortung anderen zuschiebst, dann nicht.

Übernehme die Kontrolle für dein Leben. Entscheide wo es lang gehen soll. Du sollst dein Leben leben, nicht dein Leben dich.

4. Mut zu haben

Keiner ist furchtlos. Wir alle haben Angst. Das Leben ist nun mal zum Fürchten – der Tod kommt irgendwann bestimmt. Alleine schon das zu wissen ist beängstigend.

Ein Mann zu sein, heißt nicht furchtlos zu sein, sondern Mut zu haben. Mut bedeutet sich seinen Ängsten zu stellen und diese zu überwinden, oder zumindest lernen mit ihnen umzugehen.

Ich kann nicht entscheiden furchtlos zu sein, aber ich kann mich entscheiden mutig zu sein. Übernehme die Kontrolle – entscheide dich dafür, mutig zu sein.

Du wirst nichts Großes erreichen, wenn du dich nicht deinen Ängsten stellst. Dass ist nun mal so – und das solltest du akzeptieren. Das Leben ist eben nicht immer bequem und ein Zuckerschlecken schon gar nicht.

Jedoch wird Mut belohnt – immer. Vielleicht nicht sofort, aber irgendwann. Mutig zu sein lohnt sich. Die meisten Menschen bereuen nicht die Dinge die sie getan haben, sondern die, die sie nicht getan haben – meistens aus mangelndem Mut.

Traue dich. Habe den Mut etwas Außergewöhnliches und Großartiges zu tun. Du kannst nicht verlieren, nur gewinnen. Selbst wenn du dein Ziel nicht sofort erreichst, du hast immer noch etwas dazugelernt. Und beim nächsten Versuch bist du schlauer – und wirst es besser machen.

5. An seinen Grenzen zu Leben

Ein Mann zu sein heißt sich herauszufordern, sich zu überwinden, sich seinen Ängsten zu stellen – und an seine Grenzen zu stoßen. Auf deinem Sofa wirst du nicht glücklich werden.

Lebe an deiner Grenze. Fordere dich heraus, strebe Wachstum an, strebe nach mehr. Höre auf, dich vor Herausforderungen zu drücken und dich in Bequemlichkeit zu verstecken – es wird dich nicht erfüllen.

Der Mann geht aus der Höhle, er riskiert sein Leben und erlegt einen Löwen. Die Frau bleibt in der Höhle und hofft darauf dass er wiederkommt. Falls er zurückkommt, ist er ein Held, er hat es mal wieder geschafft: Die Familie kann wieder für ein paar Tage essen.

Auf deinem Sofa erlegst du aber keinen Löwen.

Wenn du nachts um 1h Fitnessstudio gehst, 12h pro Tag an deinem Business arbeitest, alleine eine Weltreise machst, die hübsche Blondine neben dir ansprichst obwohl du Angst hast – jedes Mal, wenn du mehr vom Leben willst, mehr anstrebst, dich überwindest, die Bequemlichkeit besiegst, jedes Mal dann erlegst du einen Löwen. Oder zwei.

Genau das macht dich zufrieden. Und wenn du deinen Löwen heute schon erlegt hast, dann wirst du es auch genießen auf deinem Sofa zu liegen und zu entspannen. Jedoch nicht vorher.

6. Werte zu haben

Nach welchen Maßstäben lebst du dein Leben? Woran orientierst du dich?

Jeder Mann braucht Lebenswerte. Diese sind dein Wegweißer, wenn du mal verloren bist. Dann erinnerst du dich an deine Lebenswerte und du wirst wieder wissen, was der Weg ist.

Deine Lebenswerte sind eine Stütze, sie geben dir eine Identität. Sie helfen dir dabei, dich authentisch geben zu können und richtig zu entscheiden.

Deine Lebenswerte sollten, zusammen mit deinen Zielen, Priorität in deinem Leben haben. Lebe jeden Tag basierend auf ihnen und richte deine Handlungen nach ihnen aus. Frage dich immer wieder, handle ich gerade konform zu meinen Lebenswerten?

Wenn deine Antwort Nein ist, frage dich: Was kann ich ändern, um dies zu tun?

7. Immer wieder aufzustehen

Ein Mann hat Mut, ein Mann fordert sich heraus, ein Mann riskiert – und ein Mann fällt hin.

Das gehört dazu. Das Problem ist nicht hinzufallen, das Problem ist, wenn man nicht wieder aufsteht.

Verinnerliche dass es so was wie scheitern nicht gibt – nur aufgeben. Hartnäckigkeit und Ausdauer gehören zu den wichtigsten Eigenschaften, die du als Mann brauchst. Das Leben eines Mannes ist voller Herausforderungen, die es zu meistern gibt – und deine besten Partner hierfür, sind Hartnäckigkeit und Ausdauer.

Egal was du dir vornimmst, sei Ausdauernd. Probiere es immer wieder aufs Neue. Wenn du müde bist und das Gefühl hast du kannst nicht mehr, erhole dich. Überdenke deine Strategie, sammel Kräfte und dann probiere es auf einen anderen Weg noch mal – so lange bis du dein Ziel erreichst.

Winston Churchill wurde Premierminister als er 66 Jahre alt war, Napoleon Hill brauchte 25 Jahre um sein Meisterwerk „Think and Grow Rich“ zu schreiben.

Keinen interessiert es wie lange du brauchst um deine Ziele zu erreichen, solange du sie erreichst. Keiner fragt, wie lange du für etwas gebraucht hast. Alle sehen nur das Ergebnis.

Mache dir klar, das hinter jeder großen Errungenschaft viel Arbeit und noch mehr Ausdauer steckt. Unsere heutige Gesellschaft sieht jedoch nur den Erfolg – nicht das was dahinter steckt.

8. Emotionen und Verletzlichkeit zeigen

Ein Mann hat genauso Gefühle wie jede Frau – und er ist genauso verletzlich. Zu dem zu stehen ist ein wichtiger Punkt auf dem Weg zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe, denn es bedeutet dass wir auch unsere schwächeren Seiten akzeptieren.

Ein starker Mann zu sein, bedeutet nicht, keine Gefühle zu haben oder unverwundbar zu sein. Dies verwechseln jedoch leider viele. Ein starker Mann zu sein heißt seine Gefühle und Schwächen zu akzeptieren und zu ihnen zu stehen. Das ist wahre Stärke.

Wir müssen unsere Schwächen akzeptieren, uns selber besser kennenlernen und wissen, was in uns drin vorgeht. Wir müssen unsere dunklen Seiten entdecken und diese akzeptieren, bevor wir fähig sind uns zu öffnen.

Bevor das nicht geschieht, werden wir immer Angst davor haben uns jemand anderem Gegenüber zu öffnen, den derjenige könnte ja etwas in uns entdecken, was nicht in Ordnung ist, was wir vielleicht noch gar nicht kannten oder nicht kennen wollen.

Erst wenn wir fähig sind unsere Gefühle, positive wie negative und vor allem auch Verletzbarkeit zu zeigen, können wir wirklich eine bedeutende und tiefergehende Beziehung zu uns selbst, und vor allem auch zu anderen Menschen eingehen.

Wenn wir dann noch verstehen, das Emotionen auch Risiken in sich tragen, das wer sein Herz öffnet auch verletzt werden kann, dann können wir wahrhaftig lieben.

Die Menschen die wir am meisten Lieben sind auch diejenigen die uns am meisten weh tun können. Dies ist jedoch kein Grund weniger zu lieben oder uns zurückzuhalten.

Ein Mann sollte mutig sein – dies bedeutet auch, mit offenem Herzen zu leben und zu lieben, auch wenn uns das angreifbar macht. Halbherzig zu lieben, aus Angst davor wir könnten verletzt werden, ist feige.

Gebe ihr alles, schenke ihr dein Herz – und wenn sie es bricht, dann leide wie ein Mann. Ja, es tut weh, sehr sogar. Stehe dazu. Akzeptiere den Schmerz, ja, genieße ihn sogar. Bereue nichts – Leiden gehört zu Liebe dazu.

Ohne Leid gäbe es keine Liebe. Das eine kann ohne das andere nicht leben.

Lebe dein Leben mit offenem Herzen, riskiere es. Gebe alles und lebe intensiv, in jedem einzelnen Moment. Alles andere ist Zeitverschwendung.

9. Dominant zu sein

Ja, ein Mann zu sein bedeutet dominant zu sein, gerade im Umgang mit Frauen. Dominant zu sein heißt nicht rücksichtlos zu sein oder die Meinungen anderer nicht zu respektieren.

Dominanz im Umgang mit Frauen, bedeutet sie zu führen, ihr klar zu machen, dass du bestimmst wo es hingeht und Verantwortung übernimmst.

Wenn ein Mann dominant ist, übernimmt er die Führung. Dann kann die Frau die Verantwortung abgeben, sich gehen lassen und genießen wohin sie der Mann hinführen will – und das lieben Frauen.

Wenn ein Mann dominant ist, dann ist er davon überzeugt dass, dass was er mit ihr machen will, auch ihr gefallen wird. Er zieht sie somit in seine Welt, zeigt ihr seine Realität.

Lerne, dominant zu sein, dich wohlzufühlen, wenn du Frauen sagst, was du willst und wo es hingehen soll. Dominanz ist auch nur eine weitere Eigenschaft die du erlernen kannst, auch wenn es am Anfang erst mal ungewohnt sein kann.

10. Authentisch zu sein

Ein wahrer Mann ist authentisch – er gibt sich so, wie er ist.

Das heißt, dass wir unsere Werte und Meinungen vertreten und zu diesen stehen– auch wenn das bedeutet, dass uns jemand nicht mögen wird. Authentizität bedeutet, unserer persönlichen Integrität, Priorität zu geben.

Ein authentischer Mann gibt sich wie er ist – mit Ecken und Kanten. Das ist Charakter, das macht ihn zu demjenigen Mann, der er ist.

Hier, das bin ich – entweder es gefällt dir oder eben nicht. Beides ist OK, beides wird mich als Mensch nicht verändern.

Er ist ein Fels in der Brandung – vielleicht gefällt der Fels nicht jedem, aber er ist da, egal was passiert. Auf ihn ist Verlass.

 

Aus dem Schatten seines Vaters zu treten

Dies ist keine Eigenschaft, ein jedoch notwendiger Schritt auf dem Weg ein Mann zu werden – ganz unabhängig von deinem Alter. Es gibt 15 jährige Jungs die das schon gemacht haben und 50 jährige Männer die noch nicht.

Wann wird man zum Mann? Fast alle Naturstämme haben ihre Rituale, in denen der heranwachsende Junge sich beweisen muss. Er muss barfuß über die Rücken einer nebeneinander stehender Kuhherde rennen, er wird für eine Woche in den Dschungel geschickt. Jedes Volk hat eigene Rituale.

Wann wird man in der modernen Gesellschaft zum Mann? An unserem 18. Geburtstag? Nach dem ersten Sex? Wenn wir in unsere erste eigene Wohnung ziehen?

Löse dich von deinem Vater – finde deinen eigenen Weg

Ein großer Teil im Mannsein besteht darin, aus dem Schatten unseres Vaters zu treten. Wir werden zum Mann, wenn wir uns auf den Weg machen um unseren eigenen Lebensweg zu finden und unseren eigenen Lebenswerte zu entdecken, nicht die, die wir gut gemeint von unserem Vater mit auf den Weg bekommen haben.

Unser Vater kann eine zentrale Rolle in unserem Leben gespielt haben, er kann ein Vorbild für uns gewesen sein (oder auch immer noch sein) und uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Jedoch müssen wir irgendwann anfangen, alleine zu laufen.

Wenn wir beginnen, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen, uns auf die Suche nach unserem Wahren ich zu machen, fangen wir an zu verstehen dass wir ein ganz anderer Mensch sind als unser Vater.

Manche Männer tun das leider nie. Manch andere haben leider nie die Chance dazu gehabt.

Respektiere und akzeptiere deinen Vater, verstehe jedoch, dass du ein ganz eigener Mann bist. Du musst nicht seinen Lebensweg weiterverfolgen, nicht seine Lebenswerte teilen, nicht die gleichen Weltansichten wie er haben.

Du bist ein ganz eigener Mann, der unter Umständen nichts mit seinem Vater gemeinsam hat, außer ein paar erblich bedingten Merkmalen. Das ist nicht weiter schlimm, du bist ein anderer Mensch, hast andere Erfahrungen gemacht, hast andere Interessen, verfolgst andere Ziele.

Löse Dich von deinem Vater. Löse Dich von seinem Einfluss. Er meint es wahrscheinlich nur gut, aber wer sagt das was er sagt das Beste für dich ist?

Du musst es selber herausfinden, nur für dich. Mache dich auf die Reise – jedoch ohne Ihn.

Zum Mann entwickelt man sich

Zum man wird man nicht geboren, zum Mann wird man. Man entwickelt sich zum Mann – oder eben auch nicht. Es sind die Erfahrungen, entstanden aus eigenen, mutigen Entscheidungen, die wir getroffen haben, die uns zu einem Mann werden lassen.

Zum Mann werden ist eine Reise, wie so vieles in diesem Leben. Es ist eine aufregende, eine anstrengende und spannende Reise, die vieles von uns abverlangt. Jedoch ist sie jede Mühe wert.

Es ist eine Reise in der wir uns immer wieder selber herausfordern müssen, eine Reise die uns Mut und Herz abverlangt um über unseren Schatten zu springen. Eine Reise die uns an unsere Grenzen bringt und manchmal, auch ein wenig darüber hinaus.

Hat diese Reise jemals zu Ende? Ich denke nicht. Sie ist wie das Leben selber. Bis an den letzen Tag können wir noch was dazulernen – wenn wir denn offen und Bereit dafür sind.

Sei ein Mann – entscheide dich für die Reise.

anchu

Anchu Kögl reist um die Welt und schreibt über Frauen, Sex und Männlichkeit. Intensiv, filterlos und schockierend direkt. Sein Blog: http://www.intensiver.net