Das „Männerhormon“ macht uns harte Kerle ehrgeizig, selbstbewusst und dominant. Es hält unsere Gehirnzellen fit und sorgt dafür, dass wir besser einparken können als Frauen. Morgens erreicht unser Testosteronspiegel den Spitzenwert … das spüren wir Männer sofort beim Aufwachen in der Pyjamahose oder?
Der Schwerpunkt beim Testosteron liegt eindeutig auf Geschlechtsakt und Fortpflanzung und hat weniger mit Kuscheln und Gefühlen am Hut. Dafür setzt es körpereigene Schmerzhemmer frei und macht uns damit etwa halb so schmerzempfindliche wie Frauen. Es schützt unsere Blutgefäße und unser Herz und ist (indirekt) leider auch für Haarausfall verantwortlich.

Schon ab etwa 20 Jahren geht der Testosteronspiegel langsam zurück. Ab etwa 40 sind es jährlich ca. 1-2% weniger. Das ist an sich nicht bedenklich, allerdings können typisch männliche „Wechselbeschwerden“ auftreten, wenn die persönliche Wohlfühlschwelle des Hormonspiegels unterschritten wird: Energiemangel, Vermehrung des Körperfettanteils, Schlafstörungen, Libidostörungen und auch psychische Beeinträchtigungen bis hin zu Depressionen.

Nicht jeder Testosteronmangel muss mithilfe einer Hormontherapie behandelt werden. Absolut zu empfehlen ist allerdings – gerade in einem Alter um die 40 – eine Änderung des Lebensstils.
Das bedeutet vor allem regelmäßige, körperliche Ertüchtigung (min. 3x pro Woche für 40-60 Minuten). Hier kann ich aus eigener Erfahrung ein kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining empfehlen … also ab ins Fitnessstudio. Dem überschüssigen Fettgewebe und den schlaffen Muskeln können wir nur mit gezielten Übungen an den Geräten zu Leibe rücken. Bloßes Laufen, Radfahren, Tennis, Schwimmen etc. reichen niemals aus um den Bauchumfang zu reduzieren. Zusätzlich ist eine ausgewogene Ernährung (wenig Alkohol, genügend Eiweiß) zu empfehlen.

Und das Beste zum Schluss: Sexuelle Aktivität regt die Testosteronproduktion an. Der Männerarzt Dr. Pfau empfiehlt drei Ejakulationen pro Woche, um die Funktionstüchtigkeit des Schwellkörpers, die psychische Ausgeglichenheit und eine ausgeglichene Paarbeziehung zu sichern. Falls ihr euch in keiner Beziehung befindet wisst ihr sicher auch so, was ihr zu tun habt …

Testosteron wird in den Hoden gebildet und ist verantwortlich für die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale und des Sexualtriebes. Es sorgt für den Muskelaufbau, steigert das Leistungsvermögen, erhöht die Aggressivität und die Fähigkeit des räumlichen Denkens (daher das bessere Einparken).