
"Wir Menschen ziehen nicht das an, was wir wollen, sondern das, was wir sind.“ (James Allen)
Ständig sind wir auf der Suche nach uns selbst, getrieben von dem sehnlichen Wunsch nach unserem Wesenskern, unserer Seele ... wie immer wir das nennen wollen.
Was wäre, wenn es gar nichts zu entdecken gebe? Was wäre, wenn die Suche nach dem Sinn und der Aufgabe in meinem Leben nur Illusion ist? Brav erzogen, wie wir sind, wollen wir ständig von anderen (Beratern, Astrologen, Medien, Lehrern, Freunden usw.) erfahren, wer wir sind und was wir zu tun haben.
Aber es geht nicht darum zu entdecken, wer wir sind ... es geht darum das selbst zu entscheiden. Und um das zu entscheiden, müssen wir unsere Lebensaufgabe (Mission) finden.
Wir alle sind in unserer Wesensessenz ganz klar entweder maskulin oder feminin gepolt. Das trifft auf etwa 90% aller Menschen zu. Diese Polarität ist Grundlage und Bestandteil unseres Lebens und zeigt sich in unserer bevorzugten Unterhaltungsform (Boxkampf oder Liebesfilm) ebenso wie in unseren sexuellen Vorlieben.
Für einen Menschen mit einem maskulinen Wesenskern hat die Mission (bzw. die Suche nach Freiheit) Priorität. Für einen Menschen mit einem femininem Wesenskern steht die Suche nach der Liebe an erster Stelle.
Wenn du als (maskuliner) Mann wählen könntest, zwischen der perfekten Beziehung und deinem höchsten Lebensziel, würdest du dich für dein höchstes Ziel entscheiden. Allein diese Erkenntnis kann uns Männern schon viel von dem Druck nehmen, den wir empfinden, wenn wir glauben, die Beziehung über alles stellen zu müssen.
Auch wenn viele Frauen das jetzt nicht hören wollen ... aber: An oberster Stelle sollte für einen Mann immer die Lebensaufgabe stehen. Solange wir Männer diese Mission nicht kennen und unser Leben nicht darauf eingestellt haben, werden wir uns immer innerlich leer fühlen. Wir schwächen uns dadurch selbst und sind auch für unsere Partnerinnen keine wahren Männer.
Eine Frau erweckt manchmal den Eindruck, als wolle sie das Wichtigste im Leben ihres Partners sein. Ist sie jedoch das Wichtigste, hat sie das Gefühl, ihr Partner stelle sie vor alles andere und widme seiner spirituellen Entwicklung nicht genug Aufmerksamkeit. Sie spürt dann, das das Glück ihres Partners von ihr abhängig ist, und fühlt sich erdrückt von seiner Bedürftigkeit und seinem Klammern.
Eine Frau will wirklich, dass ihr Partner sich voll seinem höchsten Ziel verpflichtet – und sie gleichzeitig von ganzem Herzen liebt. Obwohl sie es nie zugeben würde, will sie spüren, dass ihr Partner bereit wäre, ihre Beziehung seinem höchsten Ziel zu opfern.
Wenn ihr also das nächste Mal bemerkt, dass ihr eurer Partnerin „nachgebt“, eure Lebensaufgabe aufschiebt oder verleugnet, um mehr Zeit mit ihr zu verbringen ... Stopp. Sagt ihr, dass ihr sie sehr liebt, aber euer wichtigstes Ziel nicht verleugnen könnt. Sagt, dass ihr eine bestimmte Zeit in voller Aufmerksamkeit mit ihr verbringen, euch aber dann wieder eurer Aufgabe zuwenden werdet. Wenn ihr diese Zeitspanne mit eurem Herz bei eurer Partnerin seid, habt ihr beide ungleich mehr davon, als wenn ihr die gemeinsame Zeit halbherzig verbringt.
Kennst du deine Lebensaufgabe? Hier eine von vielen Übungen dazu, Klarheit in deine Missionssuche zu bringen:
Meine Lebensaufgabe (Quelle: Campbell, Thomaset; Das MännerLebensbuch)
"Es ist meine Lebensaufgabe meine .................................... (1) auszudrücken und anzuwenden, durch .................................... (2a) und .................................... (2b) und .................................... (2c), um .................................... (3a) und .................................... (3b) und .................................... (3c) hervorzubringen.“
Geh bei dieser Übung mit Humor vor. Auch wenn der Satz etwas holprig klingt, beinhaltet er doch etwas Wesentliches für dich.
Kommentare
ich bin eine Frau und damit eine von vielen. Was ich und damit wir alle uns wünschen ist in der Tat die Kommunikation und das aufeinander ein- oder zugehen. Das ist in der Tat nicht leicht, aber wird es versucht sich in Worte zu fassen und ein Stück weit in Gefühlen zu äußern, haben wir für alles Verständnis. Wir werden dann auch ruhiger und lassen Euch dann auch gerne einfach mal "ziehen"...
Denn am Ende stehen wir ja auch auf Männer, die der Frau zwar das Gefühl geben "die Partnerin an ihrer Seite zu sein" ohne aber seine eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren.
Ein schmaler Grad??? Gar nicht :)
Nur eine Frage der Kommunikation.
Nach meiner Erfahrung akzeptiert es meine Frau, wenn ich es ihr klar, aber sanft und liebevoll kommuniziere. Zum Streit kommt es meistens dann, wenn ich auf stur schalte und ärgerlich oder unbeherrscht reagiere.
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